Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Gemeinde!

Es tut sich einiges am Denkmal, die Bauarbeiten schreiten voran. Das konnten die Katechumenen schon im Juni durch die weiträumigen Absperrungen am Platz vor dem Denkmal erkennen.

Wie in der Wirtschaft gibt es auch in der Gestaltung der Freizeit und Kultur keinen Stillstand. Wenn sich niemand um das Kaiser-Wilhelm-Denkmal kümmern würde, wenn kein Geld zur Renovierung und für die Attraktivität des Ausflugszieles aufgewendet wird, verfällt es und wird vergessen.

Das gilt auch für unsere "Baustelle" Ev. Kirche, die dieses Jahr 500 Jahre Reformation feiert. Veränderungen sind notwendig, das zeigt die Reformation, damit die Attraktivität bleibt.

Und Veränderungen werden getragen von Menschen, denen die Sache am Herzen liegt. Das größte Geschenk zum Jubiläum sind also Menschen, denen die Kirche am Herzen liegt. Die Baustelle ist groß. Willkommen heißen wir die Arbeiterinnen und Arbeiter.

Es grüßt Sie herzlich Ihre Pfarrerin Iris Rummeling- Becht, Ihr Pfarrer Clemens Becht mit Presbyterium.

Martin Luther

Es wird dieses Jahr viel über Luther gesprochen. Wer will, kann sich auch umfassend informieren, z.B. bei zahlreichen Ausstellungen. In der Simeoniskirche wurde bei einer Ausstellung der Antisemitismus Luthers dargestellt. Die Angebote waren überregional und sehr vielfältig und in Minden hieß es sogar "Mit Luther an der Bar". Deshalb soll hier nicht über Luther gesprochen werden, sondern einige seiner wichtigen Sätze sollen hier zum Jubiläum Platz finden, nämlich die für uns Christen wichtigen Sätze, wie Luther seinen Weg zur inneren Freiheit und zu Gottvertrauen fand (Aus der Vorrede zur Ausgabe seiner lateinischen Schriften 1 545): Ich aber, der ich trotz meines untadeligen Lebens als Mönch, mich vor Gott als Sünder mit durch und durch unruhigem Gewissen fühlte und auch nicht darauf vertrauen konnte, ich sei durch meine Genugtuung mit Gott versöhnt: ich liebte nicht, ja, ich haßte diesen gerechten Gott, der Sünder straft; wenn nicht mit ausgesprochener Blasphemie, so doch gewiß mit einem ungeheuren Murren war ich empört gegen Gott und sagte: »Soll es noch nicht genug sein, daß die elenden Sünder, die ewig durch die Erbsünde Verlorenen, durch den Dekalog mit allerhand Unheil bedrückt sind?... (Lesen im Römerbrief, Einsicht durch Gedanke des Apostels Paulus). Da habe ich angefangen, die Gerechtigkeit Gottes so zu begreifen, daß der Gerechte durch sie als durch Gottes Geschenk lebt, nämlich aus Glauben; ich begriff, daß dies der Sinn ist: offenbart wird durch das Evangelium die Gerechtigkeit Gottes, ..., durch die uns Gott, der Barmherzige, durch den Glauben rechtfertigt, wie geschrieben steht: »Der Gerechte lebt aus dem Glauben«.

Eine neue Altarbibel zum Reformationsjubiläum!

Auf unserem Altar in St. Lukas liegt eine würdige alte Bibel, Lutherübersetzung von 1865, Druck bei Teubner in Leipzig und Dresden. Wissen Gemeindeglieder, woher sie stammt? Sie bekommt am Reformationstag, dem 31.10.2017, Gesellschaft.

Die Landeskirche schenkt den Gemeinden, die das wünschen, eine Altarbibel der Jubiläumsausgabe (revidierte Lutherbibel 2017). Die Widmung von Annette Kurschus, der Vorsitzenden der Ev. Kirche in Westfalen, ist mit dem Bibelwort aus 1. Korinther 3.11 überschrieben:

Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Christus.

Rätsel: In der Altarbibel von 1865 sind einige Worte erklärt, die schon damals in unserer Sprache nicht mehr gebräuchlich waren. Wer weiß, was mit einer Barte gemeint ist, was ist ein Schemen und ein Thramen?

In uns verständlichen Worten kommen diese Begriffe vor:

1. Barte in Psalm 74,6,

2. Schemen in Psalm 39,7 und

3. Thramen in 1. Könige 6,6

 

Lösung: 1. Beil / 2. Schatten / 3. Balken

Kirche und Sport

 

Jeden ersten Dienstag im Monat um 19.00 Uhr eine Boule-Gruppe am Schäferfeld 41, hinter der Kirche.

 

Jeden Montag 17.15 Uhr (ausgenommen Schulferien) Hallenfußball in der Sporthalle der Wichernschule.

Damit das Leben weitergeht

TelefonSeelsorge veröffentlicht Thesen zur Suizidprävention Im Jahr 2015 nahm die TelefonSeelsorge in Deutschland etwa 56.000 Gespräche entgegen, in denen Menschen von Suizid, suizidalen Absichten oder Erfahrungen sprachen. Das Thema Suizidprävention war bei der Gründung der TelefonSeelsorge vor 60 Jahren ein wichtiger Motor und ist bis heute ein bedeutendes Anliegen. Daher hat die TelefonSeelsorge der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland 8 Thesen zur Prävention veröffentlicht. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, schreiben im gemeinsamen Vorwort: „Als Christen glauben wir, dass das menschliche Leben ein kostbares Geschenk Gottes, unseres Schöpfers ist, für das wir gemeinsam Verantwortung tragen.“

Auf der Flucht...

 

Die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse bringen es mit sich, dass viele Menschen auf der Flucht sind. Wir haben selbst wenig Einfluss darauf, wie es in Syrien und in Nordafrika weitergeht. Natürlich beten wir für Einsicht bei den Mächtigen und gerechteren Strukturen im Welthandel. Die Flüchtlinge aber, die nun bei uns vermehrt Zuflucht suchen, denen sollten wir in erster Linie Menschlichkeit erweisen. Natürlich bringen diese Menschen ihre Probleme und Nöte mit zu uns, die nicht schnell gelöst werden können. Aber diese Menschen spüren, ob sie bei uns offene Ohren und Hände finden. Auch die Not ist Teil dieses Lebens, und wenn wir wegschauen, betrügen wir uns auch selbst. In der Sommerkirche haben wir u.a. über den barmherzigen Samariter nachgedacht, der den Augenblick ergriffen hat, als er gefragt war. Als Christinnen und Christen wissen wir, dass wir auf einer Lebenswanderung sind, bei der wir immer wieder Abschiede erleben. Wir können nichts festhalten, aber wir können uns die Hand reichen auf diesem Weg.

 

 Aktuell werden in der Marienkirchengemeinde auch die Flüchtlinge, die in der ehemaligen Hafenschule über der Kita Weserhafen untergebracht sind betreut.

 

- Wer leere Häuser oder Wohnungen als Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung stellen kann, möge sich an die Stadt wenden.

Wer Zeit investieren möchte, um Flüchtlinge zu begleiten, kann sich bei uns oder Pfr. Niggemann melden Tel.:32 06 40

Spenden für diesen Zweck können auf das Konto

Kirchenkreis Minden

Sparkasse Minden-Lübbecke IBAN: DE42 490 501 0100 40000 648

"St.-Matthäus, Flüchtlingshilfe Rechte Weserseite"

überwiesen werden.

Friedensgebet

"Da hilft nur noch Beten", das sagt man manchmal leichtfertig.

In diesen Tagen muß man es ernthaft aussprechen. Und wer betet, setzt gleichzeitig aktiv ein Zeichen gegen den Krieg und den Haß, stimmt ein in den Chor derer, die zur Versöhnung rufen. Warum haben die Menschen so große Angst vor Machtverlust, einen kleinen Schritt zurückzuweichen ? Weil sie denken, wenn ich nicht fresse, werde ich gefressen.

Auch Amerika und Europa müssen berechtigte Interessen feindlicher Kräfte anerkennen. Wer berechtigte Interessen auf Dauer unterdrückt erntet Terror, wie uns das der Gaza-Krieg dramatisch vor Augen führt. 

Keine Lösung gibt es für die Ostukraine, solange alle Parteien Angst vor Machtverlust haben.

Keine Lösung für den Irak, solange man Menschen anderer Anschauung das Menschenrecht nimmt. Insbesondere ethnische und religiöse Minderheiten wie Christen und Jesiden müssen überstürzt ihre Heimat verlassen. Darum bringen wir das Elend der Flüchtlinge und unsere Befürchtungen angesichts dieses nicht enden wollenden Krieges in Syrien und im Irak in diesem Gebet vor Gott.

 

Herr Jesus Christus! Du hast uns gelehrt, unsere Feinde zu lieben und für unsere Verfolger zu beten. In dieser Welt aber will die Sprache des Hasses und der Drohung nicht verstummen. Hilf uns, wirksam für den Frieden und für die Verständigung unter den Völkern einzutreten.

Bewahre alle, die Waffen tragen, und alle, die über Waffen befehlen, vor den Versuchungen der Macht.

Lehre uns, du Gott des Friedens, Gerechtigkeit zu üben unter uns und unter den Völkern, daß Streit sich nicht ausbreite und Haß nicht die Herzen verdunkle.

Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß wir erkennen, was der Welt zum Frieden dient.

Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.

 

Reform und Politik - ein Jahresthema auch für 2017

... (ausgerufen von der EKD auf dem Weg zum 500. Jubiläum der Reformation 2017)  Die freie, persönliche Entscheidung für oder gegen religiöse Überzeugungen ist geschütztes Grundrecht. Religion eröffnet Horizonte, sich rückzubinden (lat. religere) an  eine höhere Instanz außerhalb unserer Selbst, um von dorther Lebens-maßstäbe und Sinnziele zu bedenken und zu leben.  In der Ausformung religiösen Lebens auf der individuellen Ebene (Gedankenfreiheit), auf der geistlichen und  der gemeinschaftlichen Ebene (Versammlungsfreiheit) fängt die Vernetzung mit dem politischen Umfeld an. Unser demokratischer Staat schützt Meinungsvielfalt und Religionsfreiheit. Die Kirche und Diakonie  (u.a. Wohlfahrts-verbände) unterstützen den Staat in seinen Aufgaben auf einzigartige Weise im europäischen Kontext in sozialen und karitativen Bereichen (siehe u.a. in Kitas, Beratungs- und Pflegedienst, Menschenrechts-, Entwicklungshilfe- und Nichtregierungsorganisation).  Ein Fortschritt besteht nicht in mehr oder weniger Trennung der Lebensbereiche. Sondern es geht darum, dass befruchtende Impulse Gesellschaft und Kirche durchdringen. Ein Impuls sind die Fürbitten der Gemeinde, die unsere Bitten um Vertrauen im Glauben und um Frieden und Gerechtigkeit aussprechen.   Für-Bitten-Gebet, damit die Welt menschenfreundlicher, umweltfreundlicher, schöpfungsfreundlicher und GOTT-gefälliger wird. Die Welt ins Gebet nehmen – das wünschen wir uns als Impuls unserer Gemeinde.

 

 

Gemeindebüro

Nutzen Sie das Gemeindebüro der St.-Lukas-Kirche für
Anmeldungen, Anfragen und Absprachen in allen kirchlichen
Belangen. Petra Plaumann ist
immer Freitags von 9 bis 12 Uhr persönlich im Gemeindebüro erreichbar (Hintereingang St. Lukas-Kirche).

Telefon: 0571/941 900 20

Mail: stmarien.lukasbuero@gmx.net

 

 

Jahreslosung 2017

Motiv von Stefanie Bahlinger