Dir Geschichte unserer Gemeinde begann mit Albert Nisius

Der erste evangelische Prediger der St. Marienkirchengemeinde
war Albert Nisius. Geboren um 1480 gehörte
er zu den beiden Priestern der damaligen Stiftskirche
St. Marien. Nach den Überlieferungen hatte er bereits
1525 ernsthafte Auseinandersetzungen mit dem damaligen
Bischof von Minden Franz von Waldeck. In diesem
Streit kämpfte Nisius um die Anerkennung der lutherischen
Lehre und um die Einführung von Reformen in
der Mindener Kirche. Bereits 1529 soll er lutherisch
gepredigt haben. Er führte auch das Abendmahl in
beiderlei Gestalt (mit Brot und Wein) im Gottesdienst
der St. Marienkirche ein. 1530 entschied er sich zu
heiraten – eine für damalige Verhältnisse Aufsehen
erregende Entscheidung. Er starb im Jahr 1557.
Albert Nisius kann deshalb als der erste evangelische
Pfarrer bezeichnet werden. Er ist einer der geistlichen
Vorfahren der Marienkirchengemeinde, auf den sich
alle fünf Gemeindebezirke berufen können.

Woran wir glauben

 

Das Besondere am Christentum ist die Gewissheit:

Gott ist ein Mensch geworden

Wir reden von einem Gott, der als Kind auf die Welt kam, der mit Herz, Mund und Händen auf Menschen zuging, der Kranke heilte, der Ausgestoßene aufnahm, der sich um hoffnungslose Fälle Kümmerte - kurz: der zeigte wie Gott unter den Menschen sichtbar wird. Wir glauben deshalb: Nicht nur der Kopf oder die Seele oder der Geist allein, sondern der ganze Körper kann die Gegenwart Gottes wahrnehmen und darstellen.

Gottes Dienst am Mensch bringt in Bewegung. Er geht nicht nur in die Ohren oder den Verstand, sondern öffnet alle Sinne, geht unter die Haut, liegt auf der Zunge, fährt in Mark und Bein.

Gottesdienst  - das Treffen der Gemeinde an den Sonn- und Feiertagen ist die Versammlung von Menschen, die sich von Gott bewegen lassen oder lassen wollen. Gottesdienste sind aber auch die vielen Erfahrungen im Alltag, am Arbeitsplatz, in der Freizeit, sprituell bewegt zu sein und in Bewegung zu setzen.

Kirchenmusik ist daher ein Schwerpunkt im Aufbau unserer Gemeinde. Gesang und Spiel sind elementare Formen spiritueller Bewegung. Singgruppen für alle Altersstufen (Singschule, Jugenkantorei, Gospelchor, Kantorei, Chörchen und Kammerchor) und Instrumentalkreise (Posaunenchor, Flötenkreis, Trommelgruppe) bieten nicht nur ein breites Spektrum musikalischer Bildung und Freizeittätigkeit.

Auch sind sie fest in die sonntägliche Gestaltung der Gottesdienste einbezogen.

So nehmen wir in St. Marien den alten Kirchenvater Augustinus beim Wort:

„Lerne singen und tanzen,

sonst wissen die Engel dereinst im Himmel

nichts mit dir anzufangen!"

Aurelius Augustinus, Bischof von Hippo (354 – 430 n. Chr.)

 

 

Albert Nisius

Hier erreichen Sie uns

Jahreslosung 2017

Motiv von Stefanie Bahlinger