Sehr geehrte Mitbürger und Mitbürgerinnen, liebe Gemeinde!

Fastentuch zu Karfreitag

Wir wollen die Bilderreihe Karwoche, die 2020 vor der Kirche hing nun in der Kirche aufhängen.

Eine von vielen Erinnerungshilfen an das Leben Jesu, das gerade in der Karwoche greifbar wird. An Karfreitag, nach der Verhaftung, wird Jesus zu Pontius Pilatus gebracht. Die Anklage wird damit begründet, dass Jesus zum "König der Juden" werden wolle und einen Aufstand plane. Pilatus hält ein Todesurteil nicht für angemessen und ist irritiert, dass sich Jesus nicht vehement verteidigt. Es scheint ihm aber auch zu aufwendig, sich der Sache weiter anzunehmen. Um die Sache vom Tisch zu haben und nicht als unentschlossen zu gelten, verurteilt er Jesus. Leider erleben wir immer wieder, gerade auch in der Coronakrise, dass die Realität der Krankheit und unser Umgang damit von vielen politischen und wirtschaftlichen Interessen überlagert wird.

Jesus zeigt uns an Karfreitag, dass wir unsere Angst vor Kontrollverlust und vor dem Tod akzeptieren müssen. Erst dann werden wir frei für Lösungen, die das Geschenk des Lebens widerspiegeln.Und das neue Leben wollen wir ja Ostern feiern.

Mit österlichen Grüßen

Ihre Pfarrrerin Iris Rummeling Becht, Ihr Pfarrer Clemens Becht

Osterkranz

Aus der Tradition heraus ist es ein Brauch, zu Ostern einen Osterkranz zu backen. Die Form des Kranzes verkörpert das Symbol für das Endlose, das Ewige.

Der Haselnusskranz Zutaten:

Für den Mürbeteig:

300 g Weizenmehl

2 gestr. TL Backin

100 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

1 Ei

2 EL Milch od. Wasser

125 g Butter

Für die Füllung:

200 g gemahlene Haselnüsse

100 g gehackte Mandeln

100 g Zucker od. 12, 5g Honig

6 Tropfen Bittermandelaroma

½ Eigelb

1 Eiweiß

4 - 6 EL Wasser

Zum Bestreichen:

½ Eigelb

1 EL Milch

Zubereitung Mürbeteig:

Das Mehl mit dem Backpulver mischen, Zucker, Vanillinzucker, Ei, Wasser o. Milch, in Stücke geschnittene Butter hinzugeben und alles mit dem Knethaken zu einem glatten Teig verarbeiten, evtl. mit der Hand durchkneten. Anschließend mind. ½ Std. kalt stellen.

Füllung:

Die Zutaten für die Füllung miteinander verrühren, so dass eine streichförmige Masse entsteht. Den Teig zu einem Rechteck ausrollen (ca. 35x 45 cm). Die Nussmasse auf dem ausgerollten Teig verteilen. Den Teig von der längeren Seite her aufrollen und als Kranz auf ein gefettetes Backblech legen. Die obere Schicht des Kranzes sternförmig einschneiden und anschließend mit dem verquirlten Ei bestreichen.

Bei 180° C Ober-/Unterhitze ca. 30-45 Min. backen.

Guten Appetit!

Die Karwoche - Kreuzwegstationen - eine Form der christlichen Andacht (Meditation)

Gründonnerstag – Nach dem Abendmahl muss Jeus alleine beten, seine Jüngerinnen und Jünger sind vor Angst gelähmt.

Karfreitag – Nach einem nicht rechtsstaatlichen Prozess wird Jeus gefoltert und hingerichtet.

Das Leben entfaltet sich in seiner Kraft. Die Farben Blau, Rot, Grün und Gelb erinnern uns daran: Es braucht Weisheit, die das Leben nährt. Es braucht Kraft, dass sich das Leben entwickelt. Es braucht die Erneuerung, damit Leben bleibt, Es braucht Licht, damit wir den Weg finden. Das alles erleben Christen in der Macht Gottes, die uns Menschen anleiten kann, in der Hoffnung der Auferstehung zu leben. Der Blick wird wieder frei für das Leben. Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.

                            

 

 

 

 

Rettende Holzleitern und Wildblumenbeete - tolle Ideen der Friedhofsgärtner

Weit mehr als die Hälfte aller Tierarten sind Insekten. Zur Aufrechterhaltung ökologischer Zusammenhänge und dem menschlichen Wohlergehen spielen sie eine ganz wichtige Rolle auf unserem Planeten. Wir können auf diese unverzichtbare Insektenvielfalt nicht verzichten. Insekten bilden die Nahrungsgrundlage für Vögel, Säugetiere und Amphibien. Nicht zu vergessen, dass die Insekten die wichtigsten Pflanzenbestäuber sind. In der Landwirtschaft sind sie wichtige Nützlinge, besonders im Bioanbau kann man durch sie weitgehend auf Pestizide verzichten. Doch trotz aller Warnungen sind in Deutschland über 40 Prozent der Schmetterlinge ausgestorben oder bestandsgefährdet. Bei Wildbienen ist sogar die Hälfte in ihrem Bestand gefährdet. In anderen Ländern Europas sieht es ganz ähnlich aus. Wichtig ist, dass wir Menschen jetzt und nicht später handeln. Jeder von uns kann in seinem noch so kleinen Garten eine Sommerblumenwiese einsäen, um den in Mode gekommenen Steingärten entgegenzuwirken. Lästige Mücken und Wespen kann man auch durch eine Mischbepflanzung mit Lavendel, Salbei, Zitronengras, Katzenminze und Zitronenmelisse vertreiben und braucht somit nicht die insektenschädlichen Sprays verwenden.

Auch die Friedhofsgärtner der Städtischen Betriebe haben sich viele Gedanken gemacht und u.a. lebensrettende Ausstiegshilfen sowie insektenfreundliche Räume geschaffen.

Durch die Trockenheit der letzten Sommer sind viele Vögel und Kleinsäuger in den Schöpfbrunnen ertrunken. Deshalb haben sie viele rettende Holzleitern gebastelt und installiert. Durch diese Maßnahme werden nun die ansässigen Eichhörnchen, Vögel und andere beheimatete Nagetiere vor dem Ertrinken bewahrt. Außerdem wurden kleine Tonschalen als Trinkhilfe aufgestellt. Die Friedhofsverwaltung bittet Sie, diese Gefäße nicht zu entfernen, sondern bei Bedarf mit Wasser zu befüllen. Auf dem Nordfriedhof wurden spezielle insektenfreundliche Staudenbeete angelegt, bepflanzt mit Lavendel, vielen Mohnsorten, Salbei, Thymian und Sonnenblumen. Zwei Wildblumenbeete, jeweils ca. 200 qm groß, wurden am Steinkreuz geschaffen und es werden wieder eine Vielfalt an Sommerblumen ausgesät. Diese Wildblumensaat wird nun dafür Sorge tragen, dass Insekten genügend Pollen und Nektar finden. Am „Grünen Klassenzimmer“ ist ein großes Insektenhotel in einer Größe von 2 x 3 Metern aufgestellt worden. Hier finden verschiedene Bienenarten ihren Unterschlupf. Ein alter Baumstamm und Totholzhaufen sind ein hervorragendes Nachtquartier für Schmetterlinge, aber auch für Schnecken und weiteres Kleingetier.

Denken Sie auch bei Ihrer Grabbepflanzung an eine große Pflanzenvielfalt. Gern beraten Sie die Friedhofsgärtner vor Ort.

 

 

Abendstimmung an der Weser

Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden (Psalm 90,12)

Herr lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, eine christliche Weisheit, die uns vor mancher Fehleinschätzung bewahren kann. Erstens sollten wir mit unseren Mitmenschen achtsam umgehen, denn wir sind alle verletzlich und wir wollen niemanden unnötig durch Corona in Gefahr bringen. Andererseits gibt es für uns keine völlige Sicherheit und wir können nicht alle Gefahren ausschalten, denn wir bleiben immer sterblich.

Deshalb ist es wichtig, dass wir abwägen, was für unser vergängliches Leben auch in Zeiten von Corona unverzichtbar ist, abgesehen von der Ausnahmesituation März und April. Dazu gehört sicherlich die Betreuung der Kinder in der Kita, der Schulbetrieb und der Kirchliche Unterricht. Auch das gemeinsame Gebet in der Kirche, der Gottesdienst - derzeit eben auch ohne Gesang, aber mit Musik.

Vielleicht sollen wir neben den Texten und dem Bekenntnis in der Kirche auch der Stille vor Gott im Gottesdienst mehr Raum geben.

Und sollte es bezüglich Corona erneut schärfere Einschränkungen geben, wollen wir dafür sorgen, dass eine gottesdienstliche Form bestehen bleibt.

St. Lukas ist bunt

Menschen sind unterschiedlich und dürfen ihren eigenen Weg gehen, sie selbst bleiben mit ihrer Familientradition und ihrer Herkunft. Es gibt keine Fremden, sondern wir sind unterschiedliche Menschen, die sich nach dem Vorbild Jesu oder nach anderen Vorbildern freundschaftlich begegnen können, weil wir Respekt und Toleranz leben, das Recht der anderen achten.

In herzlicher Liebe sollt ihr miteinander verbunden sein,

und gegenseitige Achtung soll euer Zusammenleben bestimmen.

Römer 12,10

Damit das Leben weitergeht

TelefonSeelsorge veröffentlicht Thesen zur Suizidprävention Im Jahr 2015 nahm die TelefonSeelsorge in Deutschland etwa 56.000 Gespräche entgegen, in denen Menschen von Suizid, suizidalen Absichten oder Erfahrungen sprachen. Das Thema Suizidprävention war bei der Gründung der TelefonSeelsorge vor 60 Jahren ein wichtiger Motor und ist bis heute ein bedeutendes Anliegen. Daher hat die TelefonSeelsorge der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland 8 Thesen zur Prävention veröffentlicht. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, schreiben im gemeinsamen Vorwort: „Als Christen glauben wir, dass das menschliche Leben ein kostbares Geschenk Gottes, unseres Schöpfers ist, für das wir gemeinsam Verantwortung tragen.“

Auf der Flucht...

 

Die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse bringen es mit sich, dass viele Menschen auf der Flucht sind. Wir haben selbst wenig Einfluss darauf, wie es in Syrien und in Nordafrika weitergeht. Natürlich beten wir für Einsicht bei den Mächtigen und gerechteren Strukturen im Welthandel. Die Flüchtlinge aber, die nun bei uns vermehrt Zuflucht suchen, denen sollten wir in erster Linie Menschlichkeit erweisen. Natürlich bringen diese Menschen ihre Probleme und Nöte mit zu uns, die nicht schnell gelöst werden können. Aber diese Menschen spüren, ob sie bei uns offene Ohren und Hände finden. Auch die Not ist Teil dieses Lebens, und wenn wir wegschauen, betrügen wir uns auch selbst. In der Sommerkirche haben wir u.a. über den barmherzigen Samariter nachgedacht, der den Augenblick ergriffen hat, als er gefragt war. Als Christinnen und Christen wissen wir, dass wir auf einer Lebenswanderung sind, bei der wir immer wieder Abschiede erleben. Wir können nichts festhalten, aber wir können uns die Hand reichen auf diesem Weg.  

Wer Zeit investieren möchte, um Flüchtlinge zu begleiten, kann sich bei uns oder im Haus der Kirche melden.

Spenden für diesen Zweck können auf das Konto

Kirchenkreis Minden

IBAN DE 42 4905 0101 0040 0006 48

BIC WELADED1MIN

überwiesen werden.

Friedensgebet

"Da hilft nur noch Beten", das sagt man manchmal leichtfertig.

In diesen Tagen muß man es ernthaft aussprechen. Und wer betet, setzt gleichzeitig aktiv ein Zeichen gegen den Krieg und den Haß, stimmt ein in den Chor derer, die zur Versöhnung rufen. Warum haben die Menschen so große Angst vor Machtverlust, einen kleinen Schritt zurückzuweichen ? Weil sie denken, wenn ich nicht fresse, werde ich gefressen.

Auch Amerika und Europa müssen berechtigte Interessen feindlicher Kräfte anerkennen. Wer berechtigte Interessen auf Dauer unterdrückt erntet Terror, wie uns das der Gaza-Krieg dramatisch vor Augen führt. 

Keine Lösung gibt es für die Ostukraine, solange alle Parteien Angst vor Machtverlust haben.

Keine Lösung für den Irak, solange man Menschen anderer Anschauung das Menschenrecht nimmt. Insbesondere ethnische und religiöse Minderheiten wie Christen und Jesiden müssen überstürzt ihre Heimat verlassen. Darum bringen wir das Elend der Flüchtlinge und unsere Befürchtungen angesichts dieses nicht enden wollenden Krieges in Syrien und im Irak in diesem Gebet vor Gott.

 

Herr Jesus Christus! Du hast uns gelehrt, unsere Feinde zu lieben und für unsere Verfolger zu beten. In dieser Welt aber will die Sprache des Hasses und der Drohung nicht verstummen. Hilf uns, wirksam für den Frieden und für die Verständigung unter den Völkern einzutreten.

Bewahre alle, die Waffen tragen, und alle, die über Waffen befehlen, vor den Versuchungen der Macht.

Lehre uns, du Gott des Friedens, Gerechtigkeit zu üben unter uns und unter den Völkern, daß Streit sich nicht ausbreite und Haß nicht die Herzen verdunkle.

Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß wir erkennen, was der Welt zum Frieden dient.

Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.

 

Gemeindebüro

Nutzen Sie das Gemeindebüro der St.-Lukas-Kirche für
Anmeldungen, Anfragen und Absprachen in allen kirchlichen
Belangen. Petra Plaumann ist
immer Freitags von 9 bis 12 Uhr persönlich im Gemeindebüro erreichbar (Hintereingang St. Lukas-Kirche).

Telefon: 0571/941 900 20

Mail: stmarien.lukasbuero@gmx.de