St. Lukas ist bunt

Menschen sind unterschiedlich und dürfen ihren eigenen Weg gehen, sie selbst bleiben mit ihrer Familientradition und ihrer Herkunft. Es gibt keine Fremden, sondern wir sind unterschiedliche Menschen, die sich nach dem Vorbild Jesu oder nach anderen Vorbildern freundschaftlich begegnen können, weil wir Respekt und Toleranz leben, das Recht der anderen achten.

In herzlicher Liebe sollt ihr miteinander verbunden sein,

und gegenseitige Achtung soll euer Zusammenleben bestimmen.

Römer 12,10

Um nicht zu vergessen...

Gedenkbretter vor St. Lukas erinnern an den Terror am Breitscheidplatz, wo ein Laster auf den Weihnachtsmarkt in die Menschenmenge fuhr und an das Attentat auf Walter Lübcke, der aus nächster Nähe vor seinem Haus erschossen wurde.

Suchet den Frieden und jaget ihm nach!

Das Jahr vergeht schneller als man denkt und die Jahreslosung wieder aus dem Sinn. Häufiger dagegen ertappen wir uns dabei, dass bei Gesprächen über Politik die Sätze unwidersprochen bleiben: Die Politiker haben völlig versagt. Politiker denken nur an sich. Wie es uns geht, interressiert Politiker überhaupt nicht usw. Natürlich sind Politikerinnen und Politiker Menschen, die auch Schwächen haben, die einen mehr, die anderen weniger. Es gibt genug Beispiele von Politikern, die für persönlichen Erfolg oder lukrative Nebenverdienste das Gemeinwohl übergehen. Aber warum malen wir gerne so schwarz? Warum suchen wir nicht die Verbündeten für unsere Anliegen? Wir wissen, unsere Stimme geht nicht verloren, wird in Lagern gebündelt. Und unsere Abgeordnete sind darauf angewiesen und spüren, wenn ihr Einsatz wahrgenommen wird. Warum schimpfen wir also am meisten auf die, die sich für mehr soziale Gerechtigkeit oder gegen Waffenexporte aussprechen, nur weil sie sich bisher nicht wirkungsvoll durchsetzen konnten? Es gibt Politiker, denen das am Herzen liegt, aber sie brauchen auch einen Rückhalt bei den Wahlen und in der Stimmung der Bevölkerung. Vereine, Initiativen und bürgerliches Engagement verdeutlicht den Politikerinnen und Politikern, welche Maßstäbe wir ansetzen wollen, was uns Frieden und Abrüstung wert sind. Die Jahreslosung für 2019 macht es deutlich, es geht nicht ohne einen erheblichen Aufwand: Suchet den Frieden und jaget ihm nach. Diese Suche, diese Jagd ist anstrengend und kostet uns etwas. Aber dass wir diese Suche ernst meinen, dass wir Geld dafür aufwenden wollen, dieses Signal muss auch von uns allen kommen. Dann können wir Deutschland und Europa mitgestalten. Wenn wir nur über die Politik schimpfen, die unser Geld wollen, dann haben wir zwar Recht behalten, weil irgendeiner das Geld immer verschwendet, aber die Gesellschaft nicht mitgestaltet. 

Märchen vom Auszug aller Ausländer

 

nach Helmut Wöllenstein, gekürzt

Es war einmal, etwa drei Tage vor Weihnachten, spät abends. Über den Marktplatz der kleinen Stadt kamen ein paar Männer gezogen. Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer: „Ausländer raus!“ Steine flogen in das Fenster des südländischen Ladens. Dann zog die Horde ab. Gespenstische Ruhe. Die Gardinen an den Bürgerhäusern waren schnell wieder zugefallen. Niemand hatte etwas gesehen. Die Ausländer sagten: "Los kommt, es reicht, wir gehen!“ Wir tun, was an der Wand steht: Ausländer raus!“ Tatsächlich, mitten in der Nacht kam Bewegung in die kleine Stadt. Die Türen der Geschäfte sprangen auf: Zuerst kamen die Kakaopäckchen, die Schokoladen und Pralinen in ihren Weihnachtskleidungen. Sie wollten nach Ghana und Westafrika, denn da waren sie zu Hause. Dann kam der Kaffee, Paletten-weise, der Deutschen Lieblingsgetränk! Uganda, Kenia und Lateinamerika waren seine Heimat. Ananas, Orangen und Bananen räumten ihre Kisten. Lange Schlangen japanischer Autos verstopften die Straße. Am Himmel sah man die Weihnachtsgänse nach Polen fliegen, auf ihrer Bahn gefolgt von den feinen Seidenhemden und den Teppichen des fernen Asien. Man musste sich vorsehen, um nicht auszurutschen, denn von überall her quollen Öl und Benzin hervor, flossen aus Rinnsalen zu Bächen zusammen in Richtung Naher Osten. Tausende andere Dinge verschwanden, nichts Ausländisches war mehr im Land. Nur eines wollte nicht ins Bild passen: Maria, Josef und das Kind waren geblieben. Drei Juden. Ausgerechnet. „Wir bleiben“, sagte Maria, „wenn wir aus diesem Lande gehen, wer will ihnen dann noch den Weg zurück zeigen, den Weg zurück zu Vernunft und Menschlichkeit?

Kirche und Sport

 

Jeden ersten Dienstag im Monat um 19.00 Uhr eine Boule-Gruppe am Schäferfeld 41, hinter der Kirche.

 

Jeden Montag 17.15 Uhr (ausgenommen Schulferien) Hallenfußball in der Sporthalle der Wichernschule.

Damit das Leben weitergeht

TelefonSeelsorge veröffentlicht Thesen zur Suizidprävention Im Jahr 2015 nahm die TelefonSeelsorge in Deutschland etwa 56.000 Gespräche entgegen, in denen Menschen von Suizid, suizidalen Absichten oder Erfahrungen sprachen. Das Thema Suizidprävention war bei der Gründung der TelefonSeelsorge vor 60 Jahren ein wichtiger Motor und ist bis heute ein bedeutendes Anliegen. Daher hat die TelefonSeelsorge der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland 8 Thesen zur Prävention veröffentlicht. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, schreiben im gemeinsamen Vorwort: „Als Christen glauben wir, dass das menschliche Leben ein kostbares Geschenk Gottes, unseres Schöpfers ist, für das wir gemeinsam Verantwortung tragen.“

Auf der Flucht...

 

Die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse bringen es mit sich, dass viele Menschen auf der Flucht sind. Wir haben selbst wenig Einfluss darauf, wie es in Syrien und in Nordafrika weitergeht. Natürlich beten wir für Einsicht bei den Mächtigen und gerechteren Strukturen im Welthandel. Die Flüchtlinge aber, die nun bei uns vermehrt Zuflucht suchen, denen sollten wir in erster Linie Menschlichkeit erweisen. Natürlich bringen diese Menschen ihre Probleme und Nöte mit zu uns, die nicht schnell gelöst werden können. Aber diese Menschen spüren, ob sie bei uns offene Ohren und Hände finden. Auch die Not ist Teil dieses Lebens, und wenn wir wegschauen, betrügen wir uns auch selbst. In der Sommerkirche haben wir u.a. über den barmherzigen Samariter nachgedacht, der den Augenblick ergriffen hat, als er gefragt war. Als Christinnen und Christen wissen wir, dass wir auf einer Lebenswanderung sind, bei der wir immer wieder Abschiede erleben. Wir können nichts festhalten, aber wir können uns die Hand reichen auf diesem Weg.  

- Wer leere Häuser oder Wohnungen als Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung stellen kann, möge s

Wer Zeit investieren möchte, um Flüchtlinge zu begleiten, kann sich bei uns oder Pfr. Niggemann melden Tel.:32 06 40

Spenden für diesen Zweck können auf das Konto

Kirchenkreis Minden

Sparkasse Minden-Lübbecke IBAN: DE42 490 501 0100 40000 648

"St.-Matthäus, Flüchtlingshilfe Rechte Weserseite"

überwiesen werden.

Friedensgebet

"Da hilft nur noch Beten", das sagt man manchmal leichtfertig.

In diesen Tagen muß man es ernthaft aussprechen. Und wer betet, setzt gleichzeitig aktiv ein Zeichen gegen den Krieg und den Haß, stimmt ein in den Chor derer, die zur Versöhnung rufen. Warum haben die Menschen so große Angst vor Machtverlust, einen kleinen Schritt zurückzuweichen ? Weil sie denken, wenn ich nicht fresse, werde ich gefressen.

Auch Amerika und Europa müssen berechtigte Interessen feindlicher Kräfte anerkennen. Wer berechtigte Interessen auf Dauer unterdrückt erntet Terror, wie uns das der Gaza-Krieg dramatisch vor Augen führt. 

Keine Lösung gibt es für die Ostukraine, solange alle Parteien Angst vor Machtverlust haben.

Keine Lösung für den Irak, solange man Menschen anderer Anschauung das Menschenrecht nimmt. Insbesondere ethnische und religiöse Minderheiten wie Christen und Jesiden müssen überstürzt ihre Heimat verlassen. Darum bringen wir das Elend der Flüchtlinge und unsere Befürchtungen angesichts dieses nicht enden wollenden Krieges in Syrien und im Irak in diesem Gebet vor Gott.

 

Herr Jesus Christus! Du hast uns gelehrt, unsere Feinde zu lieben und für unsere Verfolger zu beten. In dieser Welt aber will die Sprache des Hasses und der Drohung nicht verstummen. Hilf uns, wirksam für den Frieden und für die Verständigung unter den Völkern einzutreten.

Bewahre alle, die Waffen tragen, und alle, die über Waffen befehlen, vor den Versuchungen der Macht.

Lehre uns, du Gott des Friedens, Gerechtigkeit zu üben unter uns und unter den Völkern, daß Streit sich nicht ausbreite und Haß nicht die Herzen verdunkle.

Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß wir erkennen, was der Welt zum Frieden dient.

Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.

 

Gemeindebüro

Nutzen Sie das Gemeindebüro der St.-Lukas-Kirche für
Anmeldungen, Anfragen und Absprachen in allen kirchlichen
Belangen. Petra Plaumann ist
immer Freitags von 9 bis 12 Uhr persönlich im Gemeindebüro erreichbar (Hintereingang St. Lukas-Kirche).

Telefon: 0571/941 900 20

Mail: stmarien.lukasbuero@gmx.net

 

 

Jahreslosung 2019