Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Gemeinde!

Die Schäden, die der Sturm zum Anfang des Jahres hinterlassen hat, sind zum Teil noch sichtbar. Auf dem Bild: Eine mächtige Fichte auf den Höhen des Wiehengebirges, die dem Sturm nicht gewachsen war. Das Holz und die Wurzeln gesund, aber die Position war zu exponiert für so einen Sturm, der an Gewalt weit über das hinaus ging, was dieser Wald üblicherweise erlebt und worauf er sich einstellt. Denn, wenn man die verdrehten Buchen am Höhenweg sieht, weiß man, dass die Bäume ihr Wachstum an die Gegebenheiten anpassen können.

So geht es auch uns Menschen, wir können uns nur langsam auf Veränderungen einstellen, Einschränkungen recht und schlecht verkraften. Es gibt aber auch den Punkt, wo Dinge zu Bruch gehen, die ein Stück unseres Lebens ausreißen.

Als Christen reagieren wir darauf nicht mit dem Bemühen um ewige Jugend, sondern mit der Hoffnung des Osterfestes:

Die Auferstehung Jesu ist der erste Schritt für das neue Leben von uns allen.

Es grüßt Sie ganz herzlich im Namen des Presbyteriums Pfarrerin Iris Rummeling-Becht und Pfarrer Clemens Becht

Frauenfrühstück

Wir laden ein zum gemeinsamen Frühstück in St. Lukas!

Am Samstag, dem 7. April 2018 von 9.30 - 11.30 Uhr im Gemeinderaum der St. Lukas Kirche.

Neben leckerem Frühstück und Zeit zum Plaudern wird Meike Messal aus ihren "Minden-Krimis" lesen. Barbara Grote sorgt für die musikalischen Zwischentöne.

Zur besseren Planung wäre eine Anmeldung im per Mail oder telefonisch im Gemeindebüro gut und über eine Spende zur Beteiligung an den Kosten freuen wir uns natürlich auch.

 

 

 

Jahreslosung 2018

Vollkommen klar, dass das unmöglich wäre, wenn Gott nicht über diese Quelle verfügt. Wir wollen aber keinen Gott über uns haben. Gott hat sich überlebt, denken wir. Wir wissen ja alles über unsere Welt und die Sterne? Wozu einen Gott? Die Vernunft, die uns den Vorrang im Tierreich gibt, hat uns verlassen. Was sind wir, wenn wir kein Wasser haben, oder uns niemand Wasser gibt, wenn die Wüsten dieser Erde wachsen und sich das Klima verändert, weil wir diese Erde ausbeuten? Und darüber hinaus, wo ist der Weg zum Glück, wenn es nicht mehr Leben gibt, als das der Schönen und Reichen?

Jesus durchschaut den falschen Schein und spricht zu den leeren Herzen: „Wen da dürstet, komme zu mir und trinke. Wer an mich glaubt, aus dessen Inneren werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“ (Joh. 7,38).

Warum kann Jesus Quelle des lebendigen Wassers sein? Das lebendige Wasser ist Sinnbild für Gottes guten Willen und seine guten Gaben, die durch seinen Heiligen Geist im wahrsten Sinne des Wortes Einfluss nehmen auf unser Leben. Wenn man sich das bildlich vorstellt, dann müssten die kristallklaren Ströme lebendigen Wassers aus Gottes neuer Welt in die tiefsten Schichten unserer Seele hineinfließen, so dass unsere Seele zu einer Quelle lebendigen Wassers wird. Wenn ich mir versuche das vorzustellen, habe ich das Bild einer Schale vor Augen. Eine Schale, die überfließt, solange Ströme lebendigen Wassers hineinfließen. Neudeutsch spricht man dann von einem „flow“. Und dann steht in unserem Bibelwort der Jahreslosung das Wort "umsonst". Was umsonst ist, ist nichts wert, sagen wir. Aber hier ist das anders: Das Lebenswasser ist so kostbar, dass wir es nicht bezahlen könnten. Und andererseits geben wir viel Geld aus, für Dinge, die uns glücklich machen sollen. Damit überfordern wir aber selbst die schönen Dinge des Lebens.

Wieviel entspannter und glücklicher könnten die Menschen sein, wenn sie verstehen, dass das Streben nach Glück kein Kampf um Geld und Lebensstil ist. Es ist kein Marathonlauf, bei dem der oder die Beste die anderen weit hinter sich lässt. Das Wasser des Lebens kann man auffangen, wenn man still und geduldig wie eine Schale den Strahl des Wassers erwartet. Wenn wir nicht mehr aus uns machen als wir sind, aber auch nicht die Hoffnung verlieren, dass wir ein Gefäß für Gottes Geist sind, für Vernunft, Verständnis, Hoffnung, Glaube, Liebe und Erfüllung.

Wir dürfen uns freuen – auf das, was uns 2018 erwartet. Wir können erfüllt werden. Und Jesus hat uns auf die richtige Spur gebracht. Er wollte nicht als der große Meister den Wettkampf um die Erleuchtung anfachen. Wer an Jesus glaubt, öffnet sich lediglich für die Ströme lebendigen Wassers, die von Gott ausgehen. Und wie Jesus zum Träger dieser Zuversicht wurde, so können auch wir uns erfüllen lassen und davon weitergeben. Und um im Jahr des Reformationsjubiläums noch einmal an Luther zu erinnern: Er hat einmal gesagt, wir Menschen sind nur reine Materie (also Gefäß) für die Gaben Gottes. 

Märchen vom Auszug aller Ausländer

 

nach Helmut Wöllenstein, gekürzt

Es war einmal, etwa drei Tage vor Weihnachten, spät abends. Über den Marktplatz der kleinen Stadt kamen ein paar Männer gezogen. Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer: „Ausländer raus!“ Steine flogen in das Fenster des südländischen Ladens. Dann zog die Horde ab. Gespenstische Ruhe. Die Gardinen an den Bürgerhäusern waren schnell wieder zugefallen. Niemand hatte etwas gesehen. Die Ausländer sagten: "Los kommt, es reicht, wir gehen!“ Wir tun, was an der Wand steht: Ausländer raus!“ Tatsächlich, mitten in der Nacht kam Bewegung in die kleine Stadt. Die Türen der Geschäfte sprangen auf: Zuerst kamen die Kakaopäckchen, die Schokoladen und Pralinen in ihren Weihnachtskleidungen. Sie wollten nach Ghana und Westafrika, denn da waren sie zu Hause. Dann kam der Kaffee, Paletten-weise, der Deutschen Lieblingsgetränk! Uganda, Kenia und Lateinamerika waren seine Heimat. Ananas, Orangen und Bananen räumten ihre Kisten. Lange Schlangen japanischer Autos verstopften die Straße. Am Himmel sah man die Weihnachtsgänse nach Polen fliegen, auf ihrer Bahn gefolgt von den feinen Seidenhemden und den Teppichen des fernen Asien. Man musste sich vorsehen, um nicht auszurutschen, denn von überall her quollen Öl und Benzin hervor, flossen aus Rinnsalen zu Bächen zusammen in Richtung Naher Osten. Tausende andere Dinge verschwanden, nichts Ausländisches war mehr im Land. Nur eines wollte nicht ins Bild passen: Maria, Josef und das Kind waren geblieben. Drei Juden. Ausgerechnet. „Wir bleiben“, sagte Maria, „wenn wir aus diesem Lande gehen, wer will ihnen dann noch den Weg zurück zeigen, den Weg zurück zu Vernunft und Menschlichkeit?

Eine neue Altarbibel zum Reformationsjubiläum!

Auf unserem Altar in St. Lukas liegt eine würdige alte Bibel, Lutherübersetzung von 1865, Druck bei Teubner in Leipzig und Dresden. Wissen Gemeindeglieder, woher sie stammt? Sie bekommt am Reformationstag, dem 31.10.2017, Gesellschaft.

Die Landeskirche schenkt den Gemeinden, die das wünschen, eine Altarbibel der Jubiläumsausgabe (revidierte Lutherbibel 2017). Die Widmung von Annette Kurschus, der Vorsitzenden der Ev. Kirche in Westfalen, ist mit dem Bibelwort aus 1. Korinther 3.11 überschrieben:

Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Christus.

Rätsel: In der Altarbibel von 1865 sind einige Worte erklärt, die schon damals in unserer Sprache nicht mehr gebräuchlich waren. Wer weiß, was mit einer Barte gemeint ist, was ist ein Schemen und ein Thramen?

In uns verständlichen Worten kommen diese Begriffe vor:

1. Barte in Psalm 74,6,

2. Schemen in Psalm 39,7 und

3. Thramen in 1. Könige 6,6

 

Lösung: 1. Beil / 2. Schatten / 3. Balken

Kirche und Sport

 

Jeden ersten Dienstag im Monat um 19.00 Uhr eine Boule-Gruppe am Schäferfeld 41, hinter der Kirche.

 

Jeden Montag 17.15 Uhr (ausgenommen Schulferien) Hallenfußball in der Sporthalle der Wichernschule.

Gemeindebüro

Nutzen Sie das Gemeindebüro der St.-Lukas-Kirche für
Anmeldungen, Anfragen und Absprachen in allen kirchlichen
Belangen. Petra Plaumann ist
immer Freitags von 9 bis 12 Uhr persönlich im Gemeindebüro erreichbar (Hintereingang St. Lukas-Kirche).

Telefon: 0571/941 900 20

Mail: stmarien.lukasbuero@gmx.net

 

 

Damit das Leben weitergeht

TelefonSeelsorge veröffentlicht Thesen zur Suizidprävention Im Jahr 2015 nahm die TelefonSeelsorge in Deutschland etwa 56.000 Gespräche entgegen, in denen Menschen von Suizid, suizidalen Absichten oder Erfahrungen sprachen. Das Thema Suizidprävention war bei der Gründung der TelefonSeelsorge vor 60 Jahren ein wichtiger Motor und ist bis heute ein bedeutendes Anliegen. Daher hat die TelefonSeelsorge der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland 8 Thesen zur Prävention veröffentlicht. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, schreiben im gemeinsamen Vorwort: „Als Christen glauben wir, dass das menschliche Leben ein kostbares Geschenk Gottes, unseres Schöpfers ist, für das wir gemeinsam Verantwortung tragen.“

Auf der Flucht...

 

Die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse bringen es mit sich, dass viele Menschen auf der Flucht sind. Wir haben selbst wenig Einfluss darauf, wie es in Syrien und in Nordafrika weitergeht. Natürlich beten wir für Einsicht bei den Mächtigen und gerechteren Strukturen im Welthandel. Die Flüchtlinge aber, die nun bei uns vermehrt Zuflucht suchen, denen sollten wir in erster Linie Menschlichkeit erweisen. Natürlich bringen diese Menschen ihre Probleme und Nöte mit zu uns, die nicht schnell gelöst werden können. Aber diese Menschen spüren, ob sie bei uns offene Ohren und Hände finden. Auch die Not ist Teil dieses Lebens, und wenn wir wegschauen, betrügen wir uns auch selbst. In der Sommerkirche haben wir u.a. über den barmherzigen Samariter nachgedacht, der den Augenblick ergriffen hat, als er gefragt war. Als Christinnen und Christen wissen wir, dass wir auf einer Lebenswanderung sind, bei der wir immer wieder Abschiede erleben. Wir können nichts festhalten, aber wir können uns die Hand reichen auf diesem Weg.

 

 Aktuell werden in der Marienkirchengemeinde auch die Flüchtlinge, die in der ehemaligen Hafenschule über der Kita Weserhafen untergebracht sind betreut.

 

- Wer leere Häuser oder Wohnungen als Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung stellen kann, möge sich an die Stadt wenden.

Wer Zeit investieren möchte, um Flüchtlinge zu begleiten, kann sich bei uns oder Pfr. Niggemann melden Tel.:32 06 40

Spenden für diesen Zweck können auf das Konto

Kirchenkreis Minden

Sparkasse Minden-Lübbecke IBAN: DE42 490 501 0100 40000 648

"St.-Matthäus, Flüchtlingshilfe Rechte Weserseite"

überwiesen werden.

Friedensgebet

"Da hilft nur noch Beten", das sagt man manchmal leichtfertig.

In diesen Tagen muß man es ernthaft aussprechen. Und wer betet, setzt gleichzeitig aktiv ein Zeichen gegen den Krieg und den Haß, stimmt ein in den Chor derer, die zur Versöhnung rufen. Warum haben die Menschen so große Angst vor Machtverlust, einen kleinen Schritt zurückzuweichen ? Weil sie denken, wenn ich nicht fresse, werde ich gefressen.

Auch Amerika und Europa müssen berechtigte Interessen feindlicher Kräfte anerkennen. Wer berechtigte Interessen auf Dauer unterdrückt erntet Terror, wie uns das der Gaza-Krieg dramatisch vor Augen führt. 

Keine Lösung gibt es für die Ostukraine, solange alle Parteien Angst vor Machtverlust haben.

Keine Lösung für den Irak, solange man Menschen anderer Anschauung das Menschenrecht nimmt. Insbesondere ethnische und religiöse Minderheiten wie Christen und Jesiden müssen überstürzt ihre Heimat verlassen. Darum bringen wir das Elend der Flüchtlinge und unsere Befürchtungen angesichts dieses nicht enden wollenden Krieges in Syrien und im Irak in diesem Gebet vor Gott.

 

Herr Jesus Christus! Du hast uns gelehrt, unsere Feinde zu lieben und für unsere Verfolger zu beten. In dieser Welt aber will die Sprache des Hasses und der Drohung nicht verstummen. Hilf uns, wirksam für den Frieden und für die Verständigung unter den Völkern einzutreten.

Bewahre alle, die Waffen tragen, und alle, die über Waffen befehlen, vor den Versuchungen der Macht.

Lehre uns, du Gott des Friedens, Gerechtigkeit zu üben unter uns und unter den Völkern, daß Streit sich nicht ausbreite und Haß nicht die Herzen verdunkle.

Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß wir erkennen, was der Welt zum Frieden dient.

Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.

 

Reform und Politik - ein Jahresthema auch für 2018

... (ausgerufen von der EKD auf dem Weg zum 500. Jubiläum der Reformation 2017)  Die freie, persönliche Entscheidung für oder gegen religiöse Überzeugungen ist geschütztes Grundrecht. Religion eröffnet Horizonte, sich rückzubinden (lat. religere) an  eine höhere Instanz außerhalb unserer Selbst, um von dorther Lebens-maßstäbe und Sinnziele zu bedenken und zu leben.  In der Ausformung religiösen Lebens auf der individuellen Ebene (Gedankenfreiheit), auf der geistlichen und  der gemeinschaftlichen Ebene (Versammlungsfreiheit) fängt die Vernetzung mit dem politischen Umfeld an. Unser demokratischer Staat schützt Meinungsvielfalt und Religionsfreiheit. Die Kirche und Diakonie  (u.a. Wohlfahrts-verbände) unterstützen den Staat in seinen Aufgaben auf einzigartige Weise im europäischen Kontext in sozialen und karitativen Bereichen (siehe u.a. in Kitas, Beratungs- und Pflegedienst, Menschenrechts-, Entwicklungshilfe- und Nichtregierungsorganisation).  Ein Fortschritt besteht nicht in mehr oder weniger Trennung der Lebensbereiche. Sondern es geht darum, dass befruchtende Impulse Gesellschaft und Kirche durchdringen. Ein Impuls sind die Fürbitten der Gemeinde, die unsere Bitten um Vertrauen im Glauben und um Frieden und Gerechtigkeit aussprechen.   Für-Bitten-Gebet, damit die Welt menschenfreundlicher, umweltfreundlicher, schöpfungsfreundlicher und GOTT-gefälliger wird. Die Welt ins Gebet nehmen – das wünschen wir uns als Impuls unserer Gemeinde.

 

 

Gemeindebüro

Nutzen Sie das Gemeindebüro der St.-Lukas-Kirche für
Anmeldungen, Anfragen und Absprachen in allen kirchlichen
Belangen. Petra Plaumann ist
immer Freitags von 9 bis 12 Uhr persönlich im Gemeindebüro erreichbar (Hintereingang St. Lukas-Kirche).

Telefon: 0571/941 900 20

Mail: stmarien.lukasbuero@gmx.net