Aktuelles zu Gottesdiensten und Veranstaltungen

Liebe Gemeinde!

Auch in St. Lukas haben wir zu unser aller Schutz in den letzten Wochen alle Veranstaltungen abgesagt. Nun können wir unter Berücksichtigung der durchzuführenden Schutzmaßnahmen wieder gemeinsam Gottesdienst feiern.

Wer online einen bewegten Gottesdienst erleben möchte, schaut sich mal bei You Tube den Gottesdienst vom 19.04.2020 an, den 3 Stadionpfarrer mitgestaltet haben. Viel Spaß dabei!

Die Konfirmation wird in diesem Jahr auf Sonntag, den 06.09.2020 verschoben. 

Sollten Sie uns brauchen, sind wir wie bisher unter den bekannten Telefonnummern oder per Mail zu erreichen!

Mit den besten Wünschen

Ihr Pfarrerehepaar Rummeling-Becht und Team

 

 

Das Osterfest - das Fest vom Weg in die Freiheit - Ostern bis Pfingsten

In Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu am Passahfest verstehen wir das Osterereignis als unser Passahfest, das Fest der Freiheit. Den Weg aus Unterdrückung und Tod feierte Jesus in Erinnerung an den Auszug aus Ägypten. Die Auferstehung Jesu feiern wir als Bestätigung dieses Weges. Die Überwindung von Knechtschaft und Tod durch die Freiheit und den Geist Gottes ist das Bekenntnis unseres Glaubens. Daran immer wieder zu erinnern, ist der Sinn des Kirchenjahres.

Vielleicht ist es gerade dieses Jahr möglich zu fragen, welche Bedeutung wir unserer Tradition beimessen. Denn gerade wenn das soziale und gesellschaftliche Leben nicht im gewohnten Stil stattfinden kann, hat man Zeit, darüber nachzudenken, was uns unsere Tradition bedeutet. Die Grundvoraussetzung dafür ist, dass wir es für wert halten, uns an die Tradition zu erinnern. Wir als "moderne Menschen" sagen schnell einmal: Was sollen wir heute noch mit den alten Sagen und Legenden, den verstaubten Feiern, die Zeiten angehören, die lange vergangen sind. Natürlich kann man so denken, aber heute stellen sich ja die gleichen Fragen: Wie stellen wir uns zu Rassismus und Ausbeutung, Krankheit und Tod ? Was sind Vorsichtsmaßnahmen, und wann wird es Freiheitsentzug? Um mit einer Gewissenhaftigkeit nachzudenken, braucht es Erziehung. Und es gibt für Kinder und Erwachsene keine bessere Erziehung des Nachdenkens über Lebensfragen, als die Traditionen ernst zu nehmen, die wir im Kirchenjahr bewahren.

Das Passahfest und Osterfest bringt immer wieder mit den Worten der Bibel wesentliche Gedanken in Erinnerung und ruft zum Erinnern auf. So im zweiten Buch Mose, wo die Gemeinde ermahnt wird, sich zu erinnern. Daraus ist im Judentum übrigens die Sitte der Gebetsriemen hervorgegangen, d.h. sich kleine Schächtelchen mit wichtigen Bibeltexten an die Hände oder die Stirn zu binden.

2. Mose 13, 8b-9 Das halten wir um dessentwillen, was uns der HERR getan hat, als wir aus Ägypten zogen. Darum soll es dir wie ein Zeichen sein auf deiner Hand und wie ein Merkzeichen zwischen deinen Augen, damit des HERRN Gesetz in deinem Munde sei; denn der HERR hat dich mit mächtiger Hand aus Ägypten geführt.

Welche Texte tragen Sie im Herzen, die helfen, den Weg in die Freiheit zu bewahren? Denn die Freiheit ist nie selbstverständlich, muss immer wieder gesucht und erbeten werden, das ist die Lehre der 10 Gebote. Diese Anleitung zum Leben, Tora, hilft die Freiheit innerhalb des Rechts und miteinander zu suchen. Und so wurde die Ermutigung zu diesem Weg ein Wort, das viele Christen als Taufspruch begleitet. Es ist der Vers 9 aus der Ermutigung des Josua im

Buch Josua, Kapitel 1: 7 Sei nur getrost und ganz unverzagt, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du es recht ausrichten kannst, wohin du auch gehst. 8 Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen, und du wirst es recht ausrichten. 9 Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.

So ein Text, über den es wert ist täglich nachzudenken, wenn wir den Mut des Josua aufbringen wollen, sind die Seligpreisungen Jesu aus der

Bergpredigt im 5. Kapitel:

  • Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
  • Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
  • Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
  • Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
  • Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
  • Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.

Dass wir diesen schweren Weg gehen können, dazu verhilft uns eine innere Begeisterung, die von diesen Gedanken ausgeht. Wir nennen es den Heiligen Geist und wir feiern diese innere Kraft am Pfingstfest, dieses Jahr am 31. Mai.

Von Herrad von Landsberg - Hortus Deliciarum, Moses führt das Volk Israel durch das Rote Meer. https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31441110

Pfingstfeuer Historikverein, 2007

Die Karwoche - Kreuzwegstationen - eine Form der christlichen Andacht (Meditation)

Gründonnerstag – Nach dem Abendmahl muss Jeus alleine beten, seine Jüngerinnen und Jünger sind vor Angst gelähmt.

Karfreitag – Nach einem nicht rechtsstaatlichen Prozess wird Jeus gefoltert und hingerichtet.

Das Leben entfaltet sich in seiner Kraft. Die Farben Blau, Rot, Grün und Gelb erinnern uns daran: Es braucht Weisheit, die das Leben nährt. Es braucht Kraft, dass sich das Leben entwickelt. Es braucht die Erneuerung, damit Leben bleibt, Es braucht Licht, damit wir den Weg finden. Das alles erleben Christen in der Macht Gottes, die uns Menschen anleiten kann, in der Hoffnung der Auferstehung zu leben. Der Blick wird wieder frei für das Leben. Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.

                            

 

 

 

 

St. Lukas ist bunt

Menschen sind unterschiedlich und dürfen ihren eigenen Weg gehen, sie selbst bleiben mit ihrer Familientradition und ihrer Herkunft. Es gibt keine Fremden, sondern wir sind unterschiedliche Menschen, die sich nach dem Vorbild Jesu oder nach anderen Vorbildern freundschaftlich begegnen können, weil wir Respekt und Toleranz leben, das Recht der anderen achten.

In herzlicher Liebe sollt ihr miteinander verbunden sein,

und gegenseitige Achtung soll euer Zusammenleben bestimmen.

Römer 12,10

Um nicht zu vergessen...

Gedenkbretter vor St. Lukas erinnern an den Terror am Breitscheidplatz, wo ein Laster auf den Weihnachtsmarkt in die Menschenmenge fuhr und an das Attentat auf Walter Lübcke, der aus nächster Nähe vor seinem Haus erschossen wurde.

Märchen vom Auszug aller Ausländer

 

nach Helmut Wöllenstein, gekürzt

Es war einmal, etwa drei Tage vor Weihnachten, spät abends. Über den Marktplatz der kleinen Stadt kamen ein paar Männer gezogen. Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer: „Ausländer raus!“ Steine flogen in das Fenster des südländischen Ladens. Dann zog die Horde ab. Gespenstische Ruhe. Die Gardinen an den Bürgerhäusern waren schnell wieder zugefallen. Niemand hatte etwas gesehen. Die Ausländer sagten: "Los kommt, es reicht, wir gehen!“ Wir tun, was an der Wand steht: Ausländer raus!“ Tatsächlich, mitten in der Nacht kam Bewegung in die kleine Stadt. Die Türen der Geschäfte sprangen auf: Zuerst kamen die Kakaopäckchen, die Schokoladen und Pralinen in ihren Weihnachtskleidungen. Sie wollten nach Ghana und Westafrika, denn da waren sie zu Hause. Dann kam der Kaffee, Paletten-weise, der Deutschen Lieblingsgetränk! Uganda, Kenia und Lateinamerika waren seine Heimat. Ananas, Orangen und Bananen räumten ihre Kisten. Lange Schlangen japanischer Autos verstopften die Straße. Am Himmel sah man die Weihnachtsgänse nach Polen fliegen, auf ihrer Bahn gefolgt von den feinen Seidenhemden und den Teppichen des fernen Asien. Man musste sich vorsehen, um nicht auszurutschen, denn von überall her quollen Öl und Benzin hervor, flossen aus Rinnsalen zu Bächen zusammen in Richtung Naher Osten. Tausende andere Dinge verschwanden, nichts Ausländisches war mehr im Land. Nur eines wollte nicht ins Bild passen: Maria, Josef und das Kind waren geblieben. Drei Juden. Ausgerechnet. „Wir bleiben“, sagte Maria, „wenn wir aus diesem Lande gehen, wer will ihnen dann noch den Weg zurück zeigen, den Weg zurück zu Vernunft und Menschlichkeit?

Damit das Leben weitergeht

TelefonSeelsorge veröffentlicht Thesen zur Suizidprävention Im Jahr 2015 nahm die TelefonSeelsorge in Deutschland etwa 56.000 Gespräche entgegen, in denen Menschen von Suizid, suizidalen Absichten oder Erfahrungen sprachen. Das Thema Suizidprävention war bei der Gründung der TelefonSeelsorge vor 60 Jahren ein wichtiger Motor und ist bis heute ein bedeutendes Anliegen. Daher hat die TelefonSeelsorge der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland 8 Thesen zur Prävention veröffentlicht. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, schreiben im gemeinsamen Vorwort: „Als Christen glauben wir, dass das menschliche Leben ein kostbares Geschenk Gottes, unseres Schöpfers ist, für das wir gemeinsam Verantwortung tragen.“

Auf der Flucht...

 

Die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse bringen es mit sich, dass viele Menschen auf der Flucht sind. Wir haben selbst wenig Einfluss darauf, wie es in Syrien und in Nordafrika weitergeht. Natürlich beten wir für Einsicht bei den Mächtigen und gerechteren Strukturen im Welthandel. Die Flüchtlinge aber, die nun bei uns vermehrt Zuflucht suchen, denen sollten wir in erster Linie Menschlichkeit erweisen. Natürlich bringen diese Menschen ihre Probleme und Nöte mit zu uns, die nicht schnell gelöst werden können. Aber diese Menschen spüren, ob sie bei uns offene Ohren und Hände finden. Auch die Not ist Teil dieses Lebens, und wenn wir wegschauen, betrügen wir uns auch selbst. In der Sommerkirche haben wir u.a. über den barmherzigen Samariter nachgedacht, der den Augenblick ergriffen hat, als er gefragt war. Als Christinnen und Christen wissen wir, dass wir auf einer Lebenswanderung sind, bei der wir immer wieder Abschiede erleben. Wir können nichts festhalten, aber wir können uns die Hand reichen auf diesem Weg.  

Wer Zeit investieren möchte, um Flüchtlinge zu begleiten, kann sich bei uns oder im Haus der Kirche melden.

Spenden für diesen Zweck können auf das Konto

Kirchenkreis Minden

IBAN DE 42 4905 0101 0040 0006 48

BIC WELADED1MIN

überwiesen werden.

Friedensgebet

"Da hilft nur noch Beten", das sagt man manchmal leichtfertig.

In diesen Tagen muß man es ernthaft aussprechen. Und wer betet, setzt gleichzeitig aktiv ein Zeichen gegen den Krieg und den Haß, stimmt ein in den Chor derer, die zur Versöhnung rufen. Warum haben die Menschen so große Angst vor Machtverlust, einen kleinen Schritt zurückzuweichen ? Weil sie denken, wenn ich nicht fresse, werde ich gefressen.

Auch Amerika und Europa müssen berechtigte Interessen feindlicher Kräfte anerkennen. Wer berechtigte Interessen auf Dauer unterdrückt erntet Terror, wie uns das der Gaza-Krieg dramatisch vor Augen führt. 

Keine Lösung gibt es für die Ostukraine, solange alle Parteien Angst vor Machtverlust haben.

Keine Lösung für den Irak, solange man Menschen anderer Anschauung das Menschenrecht nimmt. Insbesondere ethnische und religiöse Minderheiten wie Christen und Jesiden müssen überstürzt ihre Heimat verlassen. Darum bringen wir das Elend der Flüchtlinge und unsere Befürchtungen angesichts dieses nicht enden wollenden Krieges in Syrien und im Irak in diesem Gebet vor Gott.

 

Herr Jesus Christus! Du hast uns gelehrt, unsere Feinde zu lieben und für unsere Verfolger zu beten. In dieser Welt aber will die Sprache des Hasses und der Drohung nicht verstummen. Hilf uns, wirksam für den Frieden und für die Verständigung unter den Völkern einzutreten.

Bewahre alle, die Waffen tragen, und alle, die über Waffen befehlen, vor den Versuchungen der Macht.

Lehre uns, du Gott des Friedens, Gerechtigkeit zu üben unter uns und unter den Völkern, daß Streit sich nicht ausbreite und Haß nicht die Herzen verdunkle.

Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß wir erkennen, was der Welt zum Frieden dient.

Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.

 

Gemeindebüro

Nutzen Sie das Gemeindebüro der St.-Lukas-Kirche für
Anmeldungen, Anfragen und Absprachen in allen kirchlichen
Belangen. Petra Plaumann ist
immer Freitags von 9 bis 12 Uhr persönlich im Gemeindebüro erreichbar (Hintereingang St. Lukas-Kirche).

Telefon: 0571/941 900 20

Mail: stmarien.lukasbuero@gmx.de