Natur- und Tierschutz auf dem Friedhof

Rettende Holzleitern und Wildblumenbeete - tolle Ideen der Friedhofsgärtner

Weit mehr als die Hälfte aller Tierarten sind Insekten. Zur Aufrechterhaltung ökologischer Zusammenhänge und dem menschlichen Wohlergehen spielen sie eine ganz wichtige Rolle auf unserem Planeten. Millionen Arten bevölkern unseren Erdball, jedoch stellen wir seit Jahrzehnten fest, wie die Bestände massiv zurückgehen. Wir können auf diese unverzichtbare Insektenvielfalt nicht verzichten. Insekten bilden die Nahrungsgrundlage für Vögel, Säugetiere und Amphibien. Nicht zu vergessen, dass die Insekten die wichtigsten Pflanzenbestäuber sind. In der Landwirtschaft sind sie wichtige Nützlinge, besonders in "Bioanbau" kann man durch sie weitgehend auf Pestizide verzichten. Doch trotz aller Warnungen sind in Deutschland über 40 Prozent der Schmetterlinge ausgestorben oder bestandsgefährdet. Bei Wildbienen ist sogar die Hälfte in ihrem Bestand gefährdet. In anderen Ländern Europas sieht es ganz ähnlich aus. Wichtig ist, dass wir Menschen jetzt und nicht erst später handeln. Jede und jeder von uns kann in seinem noch so kleinen Garten eine Sommerblumenwiese einsäen, um den in Mode gekommenen Steingärten entgegenzuwirken. Lästige Mücken und Wespen kann man auch durch eine Mischbepflanzung mit Lavendel, Salbei, Zitronengras, Katzenminze und Zitronenmelisse vertreiben und braucht somit nicht die insektenschädlichen Sprays verwenden.

Auch die Friedhofsgärtner der Städtischen Betriebe haben sich viele Gedanken gemacht und u.a. lebensrettende Ausstiegshilfen sowie insektenfreundliche Räume geschaffen. Durch die Trockenheit des letzten Sommers sind viele Vögel und Kleinsäuger in den Schöpfbrunnen ertrunken. Deshalb haben sie viele rettende Holzleitern gebastelt und installiert. Durch diese Maßnahme werden nun die ansässigen Eichhörnchen, Vögel und andere beheimatete Nagetiere vor dem Ertrinken bewahrt.

Außerdem wurden kleine Tonschalen als Trinkhilfe aufgestellt. Die Friedhofsverwaltung bittet Sie, diese Gefäße nicht zu entfernen, sondern bei Bedarf mit Wasser zu befüllen. Auf dem Nordfriedhof wurden in diesem Frühjahr spezielle insektenfreundliche Staudenbeete angelegt, bepflanzt mit Lavendel, vielen Mohnsorten, Salbei, Thymian und Sonnenblumen. Zwei Wildblumenbeete, jeweils ca. 200 qm groß, wurden am Steinkreuz geschaffen und eine Vielfalt an Sommerblumen ausgesät. Diese Wildblumensaat wird nun dafür Sorge tragen, dass Insekten genügend Pollen und Nektar finden.

Am „Grünen Klassenzimmer“ ist ein großes Insektenhotel in einer Größe von 2 x 3 Metern aufgestellt worden. Hier finden verschiedene Bienenarten ihren Unterschlupf. Ein alter Baumstamm und Totholzhaufen sind ein hervorragendes Nachtquartier für Schmetterlinge, aber auch für Schnecken und weiteres Kleingetier. Denken Sie auch bei Ihrer Grabbepflanzung an eine große Pflanzenvielfalt.

Gern beraten Sie die Friedhofsgärtner vor Ort. 

 

 

St. Lukas - Ort des Gebetes

Wenn wir zum Gottesdienst zusammen sind oder zu irgend einer Form der Andacht, dann bringen wir das vor Gott, was wir auf dem Herzen tragen.

Diese innere Beteiligung wollen wir in Zukunft stärker sichtbar machen durch die Gestaltung einer Gebetsecke. Die Seite links neben der Kanzel, wo auch der Weihnachtsbaum steht, soll im restlichen Jahr als Gebetsecke gestaltet werden.

Wer sich daran beteiligen möchte und Vorschläge hat, ist herzlich wollkommen. 

Neben unseren Kerzenständern, an denen man eine Kerze zum Gebet entzünden kann, steht nun auch ein Gebetsbaum, an dem ein grüner Zweig angesteckt wird.

Denn in der Bibel wird die Gemeinde mit einem abgehauenen Baum verglichen, der zu nichts mehr nütze war, aber ganz wunderbar treibt das neue Leben immer wieder aus dem Stumpf.

Mit Bitten und Dank für diese Lebenskraft können wir grüne Zweige aufstecken, die Zeichen unseres Gebetes sind.

Nun ist St. Lukas keine "Offene Kirche", wie das bei den historischen Innenstadtkirchen der Fall ist, wo jede/r während der Woche kurz verweilen, ein Gebet sprechen, sich besinnen oder zur Ruhe kommen kann.

Vielleicht wäre es aber auch für St. Lukas gut, wenn 2 oder 3 Stunden die Woche die Kirche zum Gebet geöffnet wäre, z.B. zu Zeiten, an denen viele zum Friedhof gehen.

Wer die Kirche gerne zum Gebet nutzen würde oder wer Kirchenwache übernehmen möchte, kann uns ansprechen.

Mitarbeit an St. Lukas

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie man sich, auch bei begrenzter Zeit oder Gesundheit, einbringen kann. Hier eine unvollständige Übersicht, wo Gemeindeglieder u.a. tätig sind:

Der Besuchsdienstkreis: Menschen der Gemeinde freuen sich bei Geburtstagen oder Krankheit über einen kurzen Besuch. Das Team der Frauenhilfe: Leitung und Organisation

Der Gemeindebrief: Sortierung und Verteilung. Ein herzlicher Dank hier an alle Austrägerinnen und Austräger.

Die Krabbelgruppe: Ermöglicht wichtigen Kontakt.

Außengelände: Eigenarbeit bei Heckenschnitt u.a. Im Jubiläumsjahr wurde uns Bepflanzung und Pflege der Blumenkästen an der Kirche geschenkt.

Gebäude: Handwerklich begabte Hände haben viele kleinere Mängel behoben.

Mitarbeit in Ausschüssen und Arbeitskreisen, Verwaltung und Bezirkspresbyterium. Mitarbeit bei Lektoren- und Küsterdiensten, Gemeindeveranstaltungen, Internetseite, Andachten, Gestaltung von Gottesdiensten, Unterricht und...

Neben den Menschen, die mitarbeiten, danken wir allen Spendern. Aktuell planen wir den Umbau der kleinen Küche am Gemeinderaum.

Spenden bitte an: St. Marien/ Lukas, IBAN: DD70 4905 01 01 0087 4245 1 1 bei der Sparkasse Minden-Lübbecke

Allen, die in den oben genannten oder anderen Bereichen arbeiten oder helfen, ein herzliches Dankeschön.

 

 

Unsere Kirchenglocke...

..., die ja die alte Schulglocke von 1887 ist und unserem Gemeindebrief den Namen gibt, muss jährlich gewartet werden. Hier ein Mitarbeiter der Firma HEW aus Herford. Durch ihre Herkunft ist die Glocke für uns neben ihrer Funktion als Kirchenglocke auch Taufglocke, weil sie den Vers des Taufevangeliums trägt:

Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn ihrer ist das Reich Gottes, Mk 10,14.

Regelungen zu Bestattungen

Die Ev.-Luth. St. Marienkirchengemeinde hat vor einen alten Beschluss aufgehoben, der Samstagsbeerdigungen ausschloss. In einem sehr begrenzten Umfang sind jetzt Samstagsbeerdigungen möglich. Dafür gibt es einen Bereitschaftsdienst, der den Kolleginnen und Kollegen eine bessere Planung ermöglicht. Die Beerdigungsinstitute kennen den Dienstplan und die Familien werden an den diensthabende/n Pfarrer/in verwiesen. Das können wir sein, kann aber auch eine Kollegin oder ein Kollege aus der Gesamtgemeinde sein.